Bangkok

Welcome to Bangkok

Am 4. März war es dann endlich soweit! Ein Freund brachte uns mit dem Auto zum Flughafen – so mussten wir uns nicht schwer beladen mit jeweils einem Rucksack auf dem Rücken und einem auf dem Bauch durch den Münchner Berufsverkehr kämpfen.

Es geht los!

Nach dem Einchecken und vor dem Betreten des Sicherheitsbereichs legten wir noch einen äußerst wichtigen Stopp ein. Immerhin sollten unsere Mägen gebührend Abschied von der bayerischen Hausmannskost nehmen :P. Im Airbräu gab es zur Stärkung eine Ente mit Knödel und Blaukraut – und natürlich ein Spezi… wenn auch nicht das Gute von Paulaner…Ich muss aber gestehen, dass ich das deutsche Essen, bis vielleicht auf Butterbrezen, in Thailand zu keinem Zeitpunkt vermisst habe. Sorry, Bayern!

Ankunft in Bangkok

Nach insgesamt 16 Stunden Flug, gefühlt 6 Spielfilmen, wenig Schlaf, einem verspannten Rücken (ja, ich werde alt…) und einem vierstündigen Zwischenstopp in Dubai, kamen wir endlich in Bangkok an. Mit der günstigen Airtrain ging es erstmal in Richtung Innenstadt. In der Nähe der Kao San Road stiegen wir aus, um mit dem Taxi bis zu unserem Hostel zu fahren. Beim Verlassen des klimatisierten Zugs lief ich erst einmal gegen eine Hitzewand. Kein Wunder bei 40 Grad und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit. Ich gebe zu, es hat Tage, wenn nicht sogar eine ganze Woche gebraucht, bis ich mich an das Klima gewöhnt habe. Ich komme mit niedrigen Temperaturen immer deutlich besser zurecht.

Here Hostel mit Rutsche

Here Hostel mit Rutsche

Die Suche nach einem Taxi gestaltete sich dann etwas kompliziert. Im Reiseführer hatten wir im bereits im Vorfeld gelesen, wie wichtig es ist, lediglich mit Taxis mit Taxameter zu fahren, da man sonst schnell mehr zahlt, als eigentlich nötig wäre. So einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte ein solches Taxi zu finden, war es dann aber bei weitem nicht. Die meisten Fahrer rollten nur genervt mit den Augen, fuhren wortlos einfach weiter oder taten so, als hätten sie keinen blassen Schimmer, was das Wort “Taxameter” bedeutet. Stattdessen boten Sie uns einen Pauschalpreis zwischen 150 und 200 Baht (4-5 Euro) an. Das kam uns für die kurze Strecke als viel zu teuer vor. Außerdem waren viele so unfreundlich, dass es uns schlichtweg widerstrebte, Ihnen auch nur 1 Baht zu geben. Erst etwa zwanzig Minuten später konnten wir einen netten Taxler überreden, uns mit Taxameter zur Kao San Road zu fahren, da ihm die Adresse unseres Hostels leider nicht bekannt war.

Die Fahrt dauerte dann wesentlich länger als gedacht. Wir standen im Stau im Berufsverkehr und brauchten für eine Strecke von etwa 5 km fast 40 min. Der Preis, den die anderen Taxifahrer verlangt hatten, war also nicht ansatzweise unverschämt gewesen.

Kao San Road

Liebevolle Deko im Here Hostel

Liebevolle Deko im Here Hostel

So hatten wir aber schon mal die Gelegenheit aus dem Fenster die Stadt zu betrachten. Bei der Kao San Road angekommen, stiegen wir aus und machten uns zu Fuß auf den Weg zu unserem Hostel, das wir ein paar Tage zuvor von Deutschland aus gebucht hatten. Wir haben uns absichtlich gegen eine Unterkunft in der belebten Touristenstraße entschieden. Das Here Hostel (Bilder) in der Nähe des Demokratie-Monuments lässt sich zwar problemlos zu Fuß von der Kao San Road erreichen, es liegt aber ruhig in einer Seitenstraße. Die Inneneinrichtung ist eine Mischung aus Berliner Hipster-Café und ein Hippie-Oase. Das Zimmer war sauber, und auch das Gemeinschaftsbad ließ keine Wünsche offen. Das Frühstück mit Toast, Früchten und Tee war im Preis enthalten und ebenfalls top.

Obwohl wir aufgrund des Jetlags todmüde waren, zwangen wir uns, im Hotel lediglich die Rucksäcke abzulegen und gleich wieder in die Stadt aufzubrechen. Dort wich die Müdigkeit ziemlich schnell der Begeisterung. Wir bummelten durch die Kao San Road, tranken eine frische Kokosnuss und einen Mango-Smoothie, kauften diverse Armbändchen, Ketten und sonstigen Krimskrams und besuchten den ersten von gefühlt hunderten Tempeln auf unserer Reise: den Wat Chana Songkram Rachawora Mahawiharn. Hier habe ich auch das erste Räucherstäbchen dieser Reise angezündet. Nicht, weil ich sonderlich spirituell bin oder an solche Dinge glaube… es fühlte sich einfach schön und hoffnungsvoll an. Außerdem kann es ja schließlich auch nicht schaden ;).

Holzvertäfelung im Here Hostel

Holzvertäfelung im Here Hostel

Zum Abendessen ging es dann in eines der zahlreichen Restaurants in der Querstraße der Kao San Road, der Rambuttri Alley. Im Gegensatz zur Hauptstraße sind hier weniger Bierhallen, Diskos und Geschäfte. Die Gasse ist wesentlich enger, gewunden, stimmungsvoll mit zahlreichen bunten Lampions geschmückt und  bietet zahlreiche Restaurants und Bars. Hier haben wir auch gleich mal das wohl bekannteste thailändische Bier, Chang, probiert und als gut befunden.

Ich muss gestehen, ich habe bereits zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass ich dieses Land lieben werde. Die Freundlichkeit der Menschen, die Scharen junger Reisende, die sich in der bekannten Backpacker-Straße treffen, manche schon mit einer Vielzahl von abenteuerlichen Geschichten im Gepäck, manche noch blass und voller Vorfreude wie wir, die wunderschönen Tempel, das köstliche Essen und die bunten Märkte.

Ein gelungener erster Tag und kurzer Aufenthalt in Bangkok. Nächster Stop: Die Tempelstadt Ayuthaya.

 

 

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