Hahnkampl

Wanderung zum Hahnkampl

Wegpunkte: Eng (1200m) – Binsalm (1502m) – Binssattel (1900m) – Hahnkampl (2082m) – Westliches Lamsenjoch (2080m) – Binsalm – Eng
Weitere Infos: Gehzeit etwa 4,5 h, Weglänge etwa 10 km, 918 hm, Trittsicherheit notwendig und Schwindelfreiheit

Am vergangenen Wochenende ließ das Wetter endlich mal wieder eine Bergtour zu. Wir entschieden uns für einen Ausflug ins Karwendel und eine Wanderung auf das 2082 m hohe Hahnkampl. Startpunkt für unsere Tour war der Alpengasthof Eng, den man am Ende der Mautstraße erreicht. Für die Nutzung der Straße sind 3,50 Euro fällig.

Aufstieg

Hinter dem großen Wanderparkplatz geht es nur wenige Schritte weiter ins Engtal hinein und über eine kleine Brücke, bevor ein Weg mit der Beschilderung “Binsalm” nach links abzweigt. Dieser stieg nach kurzer Zeit steil an und schlängelt sich durch den Wald über diverse Stufen und Wurzeln den Berg hinauf. Nach etwa 25 Minuten mündet er auf einer etwas breiteren Fortstraße, auf der wir nach links abzweigten.

Bald endet der Wald und dreht man sich um, eröffnet sich ein wunderschöner Blick auf das Gamsjoch und links auf die etwas kleinere Gumpenspitze. Am Wegrand haben Wanderer auf großen Felsklötzen kleine Türme aus Steinen aufgeschichtet. Nach weiteren 20 Minuten erreicht man die Binsalm, die auf einer satten grünen Almwiese thront. In den Sommermonaten kann man hier eine frische Buttermilch und den großartigen Blick auf das Karwendelgebirge genießen. Auch Übernachtungensmöglichkeiten bietet die privat bewirtschaftete Hütte an. Wir hoben uns eine Rast für später auf und stiegen weiter den breiten Weg hinauf, dem Gipfel entgegen.

Nach einer weiteren Wegkreuzung, wo wir uns nach der Beschilderung “Binssattel” richteten, steigt der Pfad, gesäumt von unzähligen Latschen, immer steiler an. An manchen Stellen ist Trittsicherheit notwendig. Auf dem Binssattel angekommen, konnten wir auf die andere Seite der Bergkette blicken. In einer Senke liegt die idyllische Gramaialm-Hochleger und direkt gegenüber ragt majestätisch das 2457 m hohe Sonnjoch in den Himmel. Hier bogen wir rechts ab und folgten dem Pfad, der über den Grat zum Gipfel des Hahnkampl führt. Diesen kann man an dieser Stelle schon recht gut sehen.

Aussicht auf das Karwendelgebirge

Aussicht auf das Karwendelgebirge

Der Weg ist relativ einfach zu gehen, lediglich an einer Stelle muss man die Hände zu Hilfe nehmen, um ein Felsplatte hinaufzuklettern. Es gibt aber genug Griffmöglichkeiten, die die kurze Kletterei leicht machen. Kurz vor dem Gipfel liegt auch die Vegetationsgrenze. Die letzten Meter geht es über einen felsigen und steinigen Pfad steil hinauf zum Gipfel, der mit einem wunderschönen Holzkreuz sowie einem atemberaubenden Blick für die Anstrengungen belohnt. Viel Platz zum sitzen und rasten gibt es hier nicht. Aber zum Glück ist der Hahnkampl nicht sonderlich überlaufen. So legten wir hier eine Pause ein, genoßen die Aussicht, erholten uns von dem 2,5-stündigen Aufstieg, stärkten uns mit einer mitgebrachten Brotzeit und beobachteten die Dolen bei ihren Flugmanövern. Die eine oder andere hätte wohl gern einen Bissen von meinem Käsebrot abbekommen.

Abstieg:

Abstieg vom Hahnkampl

Abstieg vom Hahnkampl

Der Abstieg gestaltete sich etwas anspruchsvoller als der Aufstieg. So führt der Weg über einen Grat, der rechts und links steil abfällt. Der Pfad ist aber breit genug und stellt für geübte Wanderer sicher kein Problem dar. Eine kurze Stelle ist dann auch mit einem Drahtsteil gesichert. Hier muss man sich dann doch festhalten und eine kleinere Felsstufe hinutersteigen. Menschen mit Höhenangst könnte dies Probleme bereiten.

Etwa eine halbe Stunde, nachdem wir am Gipfel aufbrachen, erreichten wir das westliche Lamsenjoch. Hier bogen wir an der Weggabelung nach rechts wieder Richtung Binsalm ab und wanderten zwischen Latschen und später Pinien abwärts. An der Binsalm angekommen, legten wir noch mal eine Rast ein, tranken ein Almdudler und machten uns dann erst an den Abstieg.

Mir haben die Wanderung und das Hahnkampl sehr gut gefallen und ich kann einen Ausflug hierher nur empfehlen. Das Karwendelgebirge mit seinen imposanten felsigen Gipfeln und dem großen Ahornboden ist in jedem Fall ein Besuch wert! Ich komme bestimmt ganz bald wieder!

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

2 Comments

Schreibe einen Kommentar