Ausblick auf den Hinterunnütz

Wanderung auf den Vorderunnütz

Wegpunkte: Wanderparkplatz Achensee (950m) – Köglalm (1432m) – Vorderunnütz (2078m)
Weitere Infos: Gehzeit etwa 5,5h, Weglänge etwa 16 km, 1130 hm

Das Aufessen hat sich letzte Woche ausnahmsweise gelohnt und uns schönes Wetter am Samstag beschert! Dieses Mal ging es ins schöne Rofangebirge an den Achensee. Früh morgens… äh Moment… das ist gelogen: Denn zugegeben, ich bin dann doch eher eine Langschläferin und genieße es sehr, am Wochenende mal nicht in aller Frühe von meinem Wecker aus den Träumen gerissen zu werden. Ich fang also nochmal an: Gegen 12 Uhr mittags gings am Wanderparkplatz in Achenkirch los. Gleich an der Einfahrt wies auch schon das erste Schild auf unser Tagesziel hin: den Vorderunnütz.

Aufstieg

Wir folgten dem Wegweiser Richtung Unnütz und Köglalm. Zuerst geht es auf einem breiten Forstweg ganz sacht bergauf durch den Wald. Am Wegrand plätschert ein kleiner Bergbach, zahlreiche bunte Blumen tupfen bunte Punkte ins Grün der Wiese, und die hohen Tannen spenden kühlen Schatten. Nach kurzer Zeit blitzt rechts zwischen den Bäumen der türkisgrüne Achensee hindurch. In Serpentinen windet sich die Forstraße gemächlich den Berg hinauf. Allen Abzweigungen zu kleineren Wegen oder Steigen schenkten wir keine Beachtung, bis wir nach etwa 75 min aus dem Wald heraustraten.

Rechts, auf einer satten grünen Almwiese, liegt nun die Köglalm, umgeben von zahlreichen eingezäunten Weiden mit Kühen und Ziegen. Wir ließen die Alm aber erst mal links liegen und orientierten uns am Wegweiser mit der Beschriftung “Unnütz”. Allerdings legten wir dann doch noch eine kleine Pause ein: Denn direkt am Wegrand standen ein paar junge Kälber am Zaun und bettelten um Aufmerksamkeit. Da mussten wir wohl oder übel stehen bleiben, ein bisschen die Köpfe der Kälbchen kraulen und unsere Hände von ihren rauen Zungen ablecken lassen…

Kälbchen auf der Almwiese

Kälbchen auf der Almwiese

Die kleine Verschnaufpause tat auch sehr gut, denn nun ändert sich der Weg: Ein kleiner Wanderweg schlängelt sich über die Almwiese und bald wieder durch den Wald immer steiler den Berg hinauf. Über Wurzeln, teilweise etwas lose Steine und einige größere Stufen wanderten wir durch den wunderschönen Wald. Dieser lichtet sich nach einer weiteren halben Wegstunde und macht den Latschen Platz, die nun auch einige wunderschöne Blicke auf das Rofangebirge, das Karwendel und natürlich den Achensee ermöglichen. An manchen Stellen musste ich zwar die Hände hinzunehmen, um mich abzustützen, trotzdem ist der Pfad nicht schwer zu gehen und auch nie wirklich ausgesetzt. Kurz vor dem Gipfel enden auch die Latschen. Über einen sanft geschwungenen Wiesenhang stiegen wir die letzten Meter zum  neuen Gipfelkreuz. Das alte liegt ein paar Meter entfernt, offensichtlich von einem Blitz beschädigt und ausgewechselt. Hier konnten wir das erste Mal auf den Hinterunnütz blicken, der deutlich felsiger und stattlicher in nördlicher Richtung emporragt. Um die traumhafte Aussicht ein bisschen länger zu genießen, legten wir hier eine Pause ein.

Abstieg

Leider ist die Wanderung keine Rundtour, und so ging es den gleichen Weg hinab, den wir auch schon gekommen waren. Bei der Köglalm legten wir dann noch mal eine Rast ein, beobachteten die kleine Tochter des Hüttenwirts, die auf dem Hof einen Hahn mit dem passenden Namen “Wuschelkopf” schreiend hin- und herjagte und belohnten uns mit einem kalten Almdudler und einem Brotzeitbrettl mit selbst gemachtem Käse und Schinken. Letzteres kann ich wirklich sehr empfehlen! Anschließend fiel uns der einstündige Abstieg ins Tal auch nicht mehr allzu schwer. Trotzdem taten uns auf den letzten Metern die Füße doch ganz schön weh. 16 km und etwas mehr als 1000 Höhenmeter machen sich dann eben doch bemerkbar! Alles in allem kann ich die Tour sehr empfehlen. Auch für eher ungeübte Wanderer, die aber über eine gute Grundfitness verfügen, ist der Vorderunnütz ein passender Einstieg für längere Wanderungen! Wenn du im Sommer herkommst, solltest du auf keinen Fall den Bikini oder die Badehose vergessen, denn der Achensee ist ganz nah  und lockt mit klarem und kaltem Bergwasser.

 

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