Buddha-Kopf in Ayuthaya

Vorfreude ist die schönste Freude

Eigentlich war die Reise nach Thailand eine sehr spontane Entscheidung. Sowohl ich als auch meine Freundin wollten dem tristen, regnerischen und kalten Wetter in Deutschland entfliehen. So entschlossen wir uns, nur etwa einen Monat vor Reisebeginn, zusammen für insgesamt drei Wochen nach Asien zu reisen. Anfangs waren neben Thailand noch weitere Länder wie Vietnam, Indonesien und Kambodscha im Gespräch. Aufgrund der günstigen Flüge, der problemlosen Einreise ohne Visum sowie der Tatsache, dass es sich bei mir um meine erste Asienerfahrung handelte, fiel die Entscheidung dann aber nicht allzu schwer.

Erste Vorbereitungen

Im folgenden Monat war ich ganz außer mir vor lauter Vorfreude. Ich beschäftigte mich stundenlang mit diversen Blog-Beiträgen von anderen Backpackern, sammelte tausende Artikel bei Pinterest zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten in Thailand, schrieb unzählige Packlisten und verschlang so ziemlich alle Vlogs, die Youtube zu Thailand hergab.Ich weiß, dass hört sich planungsverückt und neurotisch an: aber so bin ich bei der Reiseplanung einfach. Ich liebe es, mich zu informieren, mir alles genau vorzustellen und mich ausgiebigst zu freuen.

Auch wenn ich von meiner Familie und meinen Freunden dafür immer wieder belächelt werde, stand auch dieses Mal mein Rucksack ungefähr drei Tage vor Reisebeginn vollständig gepackt in meiner Wohnung. Zugegeben, ich habe ihn nicht nur einmal, sondern eher dreimal gepackt. Schließlich geht es ja beim Backpacking darum, jedes unnötige Gramm zu vermeiden 😉 . Ich habe also mehrmals Sachen aus dem Rucksack entfernt und bin so schlussendlich auf ein super Gewicht von 8 kg gekommen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich sogar mehr Dinge hätte zuhause lassen können.

packen

Am Abend vor unserer Abreise konnte ich fast nicht einschlafen. Ich konnte es gar nicht erwarten, mit meinem Rucksack zum Flughafen zu fahren, die Hektik und das rege Treiben zu beobachten, durch die zahlreichen Geschäfte zu bummeln um nach Reiseliteratur zu stöbern und aufgeregt auf den Start zu warten. All dies gehört für mich schon zum Urlaub dazu und zum Abenteuer, das damit untrennbar verknüpft ist.

Vorfreude verlängert meinen Urlaub

Für mich ist die Vorfreude ein zentraler Bestandteil jeder Reise: In dieser Zeit tagträume ich von all den wunderbaren Orten, die es zu erkunden gilt, von den neuen Erfahrungen die ich machen und von den interessanten Menschen, denen ich begegnen werde. Das heißt aber nicht, dass ich mir zu große Erwartungen mache. Die Vorfreude ist für mich eher ein Spiel, das mir die Zeit vor der Abreise verkürzt und mein Urlaubserlebnis erheblich verlängert. Ich liebe diese Zeit noch viel mehr, als die Phase nach einer Reise, da all die tollen Erlebnisse noch vor mir liegen. Denn es gibt fast nichts schlimmeres für mich, als das Wissen darüber, dass noch kein nächster Trip geplant ist.

 

 

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