Tempel in Ayuthaya

Tempelstadt Ayuthaya

Der nächste Stopp unserer Reise war die alte Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Thailand: Ayuthaya. Hier gibt es hunderte Tempelruinen, malerische Kanäle und mehrere schöne Nachtmärkte zu entdecken. Ein Stopp lohnt sich bei einem längeren Aufenthalt in Thailand auf jeden Fall! In unserem Fall lag es auf dem Weg in den Norden.

Bangkok

Bangkok

Mit dem Zug Richtung Norden

Mit dem Bummelzug ging es früh morgens in Bangkok vom Bahnhof Hua Lamphong Richtung Norden. Allein die Zugfahrt ist ein Erlebnis für sich. Der Zug rumpelt zuerst fast eine halbe Stunde durch Bangkok und hält an unzähligen kleinen Bahnhöfen. Schon hier gibt es entlang der Bahnstrecke sehr viel zu entdecken. Zahlreiche kleine Hütten drängeln sich eng aneinander gequetscht zwischen den Gleisen und den größeren Häusern dahinter.

Schaffner am Bahnhof

Schaffner am Bahnhof

Hier tobt das Leben: Mobile Essendstände, pickende Hühner und herumstreunende Hunde, kreischende Kinder und beschäftigt umher eilende Händler tummeln sich hier. Überall hängt säuberlich aufgereihte Wäsche auf den zahlreichen Leinen. Die teils sehr provisorischen Hütten bieten einen Einblick in das Alltagsleben der Menschen, die hier leben. Alte Männer machen ein Nickerchen, Nachbarn plaudern miteinander, Frauen bereiten das Essen zu und über allem liegt ein köstlicher Duft von den unterschiedlichsten Speisen. Nachdem der rumpelnde Zug den Trubel der Stadt hinter sich gelassen hat, wandelt sich auch das Bild, dass sich den Reisenden aus dem Fenster bietet. Palmenhaine, Reisfelder und immer wieder kleinere Siedlungen mit den für Thailand üblichen Pfahlbauten reihen sich aneinander.

Ayuthaya

Nach etwa zwei Stunden erreichten wir den Bahnhof der kleinen Stadt Ayuthaya. Hier ließen wir uns von einem der eifrigen Tuktuk-Fahrer zu unserem Hostel bringen. Die Entscheidung auf die Unterkunft “Adams Place” fiel vor allem aufgrund des kostenlosen Fahrradverleihs. Wenn das günstige Hostel auch nicht mit übertrieben hübschen Zimmern oder maximaler Sauberkeit beeindrucken konnte, war es doch eine gute Wahl. Mit dem Fahrrad lassen sich der Stadtkern und alle wichtigen Tempel praktisch und schnell erreichen und das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit.

Am Nachmittag nahmen wir ein Tour-Angebot des Hotels war: eine Bootsfahrt durch die zahlreichen Kanäle der Stadt mit insgesamt vier Stopps an verschiedenen Tempelanlagen. Die Tour hat sich absolut gelohnt, allerdings waren die Stopps etwas knapp geplant. So hatten wir pro Tempel nur etwa 20 Minuten Zeit. Das war leider etwas stressig und es blieb kaum genug Zeit alles zu besichtigen.

Köstlichkeiten auf dem Nachtmarkt

Köstlichkeiten auf dem Nachtmarkt

Am Abend bummelten wir über die zwei großen Nachtmärkte der kleinen Stadt. Wir verspeisten an einem kleinen Straßenstand in der Nähe eines Kanals eines von unzähligen Pad Thais und schlenderten anschließend zwischen den Ständen umher. Hier gibt es soviel zu entdecken. Lebende bunte Fische in mit Wasser gefüllten Plastiktüten, tausende bunte Plastikprodukte aus China, Kunsthandwerk, frittierte Heuschrecken, Skorpione, Maden und vieles mehr.

Am darauffolgenden Tag erkundeten wir auf den Leihfahrrädern des Hotels weiter die Stadt. Der Linksverkehr war auch per Drahtesel anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig. Neben den zahlreichen verfallenen Tempelruinen gibt es in Ayuthaya den wunderschönen steinernen Buddhakopf in den Wurzeln eines Baumes beim Wat Phra Mahathat und einen riesigen liegenden Buddha zu entdecken. Zum Mittagessen kehrten wir in ein nettes Restaurant direkt am malerischen See Beung Phra Ram ein. Hier machten wir die erste gruselige Begegnung mit der örtlichen Fauna. Ein Tier, dass ich auf die Weite für ein Krokodil und meine Freundin für eine Ente hielt, stellte sich als mindestens zwei Meter lange riesige Wasserschlange heraus. Als sie dann ganz in der Nähe an Land kroch, fragte ich den Kellner, ob die Schlange gefährlich sei. Die Antwort war ein breites Grinsen und ein “Yes! Very dangerous! It kills you!”. So lange sind wir dann nicht mehr da sitzen geblieben :D. Gegen Abend ließen wir dann die hunderte Tempel und die kleine Stadt hinter uns und stiegen in den Nachtzug nach Chiang Mai.

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