Aussicht vom Turm Petřín

Städtereise nach Prag: Tag 2

Hier kommt er! Der zweite Teil und letzte Teil über meinen Kurztrip nach Prag. Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat, kann dies hier nachholen!

Unser zweiter Tag in Prag war wirklich wunderschön! Meine Freundin Marieke hat mir im Vorfeld die schönsten Sehenswürdigkeiten, Clubs, Cafés und Restaurants für die Stadt zusammengeschrieben. Sie hat vor ein paar Jahren ein Auslandssemester in Prag studiert und kennt sich dementsprechend gut aus. Danke an dieser Stelle noch mal für die super Tipps!

Das tanzende Haus

Vom Hotel ging es nach einem ausgedehnten Frühstück wieder runter an die Moldau: Unser erster Stopp, das sogenannte tanzende Haus, liegt direkt am Ufer des Flusses bei der Jiráskův-most-Brücke. Ich finde den Namen “tanzendes Haus” eigentlich etwas unpassend. Vielmehr müsste es “tanzende Häuser” heißen. Denn das Gebäude besteht aus zwei Elemente. So wirkt der verglaste Teil wie eine Dame im Kleid, die von ihrem Kavalier aus Stein im Tanz herumgewirbelt wird. Das dekonstruktivistische Bürogebäude beherrbergt zahlreiche internationale Firmen. Außerdem findest du hier eine Galerie, in der aktuelle Künstler Ihre Werke austellen sowie das Restaurant Ginger & Fred.

Der Berg Petřín

Obstgarten unter dem Turm Petřín

Obstgarten auf dem Berg Petřín

Nach einem kleinen Spaziergang an der Moldau Richtung Norden entlang, ging es über die Brücke der Legionen wieder hinüber auf die Kleinseite. Hier hielten wir uns wenige hundert Meter geradeaus, bis zum Beginn des Parks. Wir entschieden uns gegen die Nutzung der Standseilbahn auf den Berg Petrin, sondern spazierten auf den kleinen verzweigten Pfaden den Hügel hinauf. Alle paar Meter luden am Wegrand Bänke zum Verweilen und Rasten ein. Zahlreiche Bäume spendeten Schatten und je weiter wir hinaufstiegen, desto schöner wurde die Aussicht. Nach der ersten Station der Standseilbahn hielten wir uns rechts und spazierten einige Meter an der Flanke des Hügels entlang, bevor wir nach links auf einen Pfad durch eine Obstplantage abzweigten. Die sattgrünen Obstbäume bogen sich unter dem Gewicht der dicken reifen Pflaumen und Marillen und in der Luft hing der süßliche Geruch von gährendem Obst. Nur noch wenige Höhenmeter trennten uns nun noch vom höchten Punkt des Berg Petřín. Leider ist die Aussicht von hier oben wirklich nicht der Rede wert.

Aussichtsturm auf dem Berg Petřín

Um einen wunderschönen Blick auf die Stadt und den gewundenen Fluß zu erhaschen, stiegen wir auf den knapp 64 Meter hohen Aussichtsturm. Auf die deutlich kleiner Kopie des Eifelturms, die zur Weltaustellung im Jahre 1891 errichtet wurde, führen insgesamt 299 Stufen Wendeltreppe außen am Turm hinauf.

Aussichtsturm auf dem Berg Petřín

Aussichtsturm auf dem Berg Petřín

Wer nicht laufen möchte, kann gegen einen Aufschlag den Aufzug nehmen. Der Eintritt ist für Treppensteiger mit etwa 120 tschechischen Kronen, also ca. 4,50 Euro ziemlich günstig. Bei unserem Besuch waren beide Besucherplattformen ziemlich überfüllt, und wir mussten einige Minuten warten, bis wir den traumhaften Ausblick genießen konnten.Wie ein Haufen kleiner Spielzeughäuschen mit knallroten Dächern wirkt die Stadt von hier am Fuße des Berges. Der Fluß spiegelt und glitzert wie eine glatte Glasfläche, während er sich seinen Weg durch das Häusermeer bahnt. Vereinzelt recken einige Kirchtürme Ihre Zwiebeltürme wie lange Hälse mit Köpfen aus den umstehenden Gebäuden hervor. Erst hier, mit dem gewissen Abstand wird deutlich, dass Prag doch nicht so klein ist, wie es mir anfang schien. So wohnen hier etwas mehr 1,2 Millionen Menschen und somit nur etwa 200.000 Leute weniger als in München, der Stadt in der ich lebe.

Menschen mit Höhenangst würde ich von einem Besuch des Turm eher abraten. Auf der oberen Aussichtsplattform spürten wir schon ziemlich deutlich das Schwanken des Turms. Auch die Treppe ist nichts für schwache Nerven. Einige andere Besucht wollten sogar umdrehen, weil ihnen der Aufstieg nicht geheuer war.

Spaziergang auf der Kleinseite

Blick auf die Prager Burg

Blick auf die Prager Burg

Nach unserer Miniwanderung auf den Petřín-Berg spazierten wir den Berg auf der nördlichen Seite hinab und am Kloster vorbei. In der Loretánské nám. kehrten wir in dem kleinen Restaurant U Ševce Matouše ein. Hier gibt es nicht nur traditionelle tschechische Menüs inklusive dicker Zwiebelsuppe, knuspriger Ente mit Rotkraut und Apfelkuchen zum Nachtisch, sondern auch zahlreiche andere günstige Gerichte auf der Speisekarte. Wir waren beide sehr zufrieden mit unserer Wahl.

Gestärkt vom leckeren Mittagessen schlenderten wir durch die hübschen Gassen mit den historischen Häusern, vorbei an der Prager Burg und einer wirklich endlosen Warteschlange, hinab zum Ufer der Moldau. Eigentlich hatten wir vor uns eines der zahlreichen Tretboote zu mieten und ein wenig über den Fluß zu schippern. Leider kamen uns auch hier die anderen Touristen in die Quere. An den Bootsanlegestellen hatten sich schier unendliche Warteschlangen gebildet: kein Wunder bei dem traumhaften Wetter.

Geheimtipp Cross Club

Prag hat nicht nur pittoreske Häuser, gepflegte Parks, hübsche Restaurants und Kaffees zu bieten: Auch für Nachschwärmer gibt es hier einiges zu entdecken. Auf Empfehlung meiner Freundin machten wir uns abends auf den Weg zum Cross Club. Dieser liegt in Laufnähe der U-Bahnstation Nádraží Holešovice. Leider muss man bedenken, dass die letzte U-Bahn recht früh zurück in die Stadt fährt. Wir haben auf dem Rückweg ein Taxi für etwa 12 Euro in die Prager Innenstadt genommen.

Beim Cross Club handelt es sich um ein riesiges Haus mit einem Biergarten auf zwei Ebenen, verschiedenen Bars, einem Restaurant und zwei großen Clubs. Das Gebäude und die Innenausstattung sind ein Kunstwerk für sich. Ganz im Steam-Punk-Stil spinnt sich ein Netz aus Stahlkonstruktionen mit aneinander geschweißten Kolben, Zylindern, Zahnrädern und Rohren durch den kompletten Club. Bunte Licher strahlen die skurrilen Konstruktionen an und geben dem Club einen einzigartigen Flair. Wer nur auf ein Getränk im Biergarten vorbeischauen will, muss nicht mal Eintritt zahlen, und auch wer die beiden Clubs und die innengelegenen Bars erkunden will, muss nicht tief in die Tasche greifen. Elektro-, Drum&Bass-, Techno- und Dancehall-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Aber auch sonst ist die alternative Location definitiv einen Besuch wert!

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