Blick auf San Sebastian

Baskenland Rundreise: San Sebastian

Das Baskenland liegt an der Atlantikküste in der Grenzregion zwischen Spanien und Frankreich: Hier findest du wunderschöne Buchten, interessante Städte wie San Sebastian oder Bilbao, raue Küsten, köstliches Essen und eine traumhafte Berglandschaft.

Ich habe bereits vor ein paar Jahren dieses schöne Fleckchen Erde zum ersten Mal besucht und seitdem nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Als es dann im vergangenen Jahr an die Urlaubsplanung ging, stand das Reiseziel schnell fest. So fuhren wir im Oktober insgesamt acht Tage mit dem Auto durch das Baskenland. Unser erster Stopp: San Sebastian (Donostia)

Unsere Unterkunft in San Sebastian

Brücke über den Fluss Urumea

Brücke über den Fluss Urumea

Bereits im Vorfeld haben wir eine Unterkunft in San Sebastian gebucht. Unsere Entscheidung fiel auf das Hotel Monte Ulia. Dieses liegt etwa 5 km von der Altstadt entfernt auf einem der Hügel und ist vergleichsweise günstig. Nur wenige Meter trennen das Hotel von einer Haltestelle, von der regelmäßig ein Bus hinunter zur Altstadt fährt. Aber auch zu Fuß lässt sich der Weg leicht in einer knappen dreiviertel Stunde bewältigen.

Unser Zimmer war einfach und sauber. Am meisten hat uns aber der großzügige Balkon mit einem tollen Blick über San Sebastian überzeugt. Auch das Personal war sehr hilfsbereit und versorgte uns mit diversen Broschüren sowie einem Stadtplan mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ein weiterer großer Pluspunkt: Ein Parkplatz, den wir kostenlos nutzen durften.

Die Altstadt von San Sebastian

Altstadt von San Sebastian

Altstadt von San Sebastian

Der historische Stadtkern von San Sebastian mit seinen engen Gassen, den schönen alten Häusern und den schattigen Plätzen, liegt auf der Landzunge vor dem Berg Urgull zwischen dem Fluss Urumea und der Playa La Concha. Tagsüber laden zahlreiche Cafés am Straßenrand zum Verweilen ein, und kleine verwinkelte Läden locken die Touristen mit Kunsthandwerk, Ansichtskarten und Souvenirs.
Am frühen Abend erwacht die Stadt erst richtig zum Leben: Die Gassen füllen sich mit Menschen, die von Kneipe zu Kneipe schlendern oder in großen Trauben auf der Straße stehen. Es wird gelacht, getrunken, gefeiert und  gegessen: vor allem Pintxos. Bei der baskischen Version der spanischen Tapas handelt es sich meist um kleine Weißbrotscheiben, dick belegt mit verschiedenen regionalen Spezialitäten wie Schinken, Meeresfrüchten oder mariniertem Fleisch. In nahezu jeder Bar der Stadt biegen sich die Theken unter dem Gewicht der vollgestapelten Platten mit den unterschiedlichsten appetitlichen Variationen. Während unseres Aufenthaltes sind wir jeden Abend von Kneipe zu Kneipe gezogen und haben möglichst viele verschiedene Pintxos probiert.

Wer dem Trubel entfliehen möchte, tut es der baskischen Jungend gleich, kauft im Supermarkt eine Flasche Wein und setzt sich am Hafen an die Mole. Hier hat man einen wirklich wundersschönen Blick über die Playa la Concha und die vorgelagerte Insel Santa Clara. Im Hafen liegen die zahlreichen Fischerboote und warten darauf, früh morgens in See zu stechen und die zahlreichen Restaurants mit frischen Fischen, Muscheln, Tintenfisch und Scampis zu versorgen. Aus der Ferne klingen die Musik, die Stimmen und das Lachen der Menschen aus der Innenstadt bis hierher.

Der Berg Urgull

Jesusstatue auf dem Monte Urgull

Jesusstatue auf dem Monte Urgull

Wer nach San Sebastian kommt, sollte unbedingt auf den Monte Urgull steigen, der sich hinter der Altstadt erhebt. Denn nirgendwo hat man einen besseren Blick auf die Stadt und das hügelige Hinterland.
Wir nahmen den kleinen Weg, der sich kurz am Hafen hinter dem Marinemuseum den Berg hinaufschlängelt. Immer wieder blieben wir stehen und blickten über die Concha-Bucht und die Stadt. Von oben kann man die Altstadt mit den roten Dächern und den niedrigen Häusern leicht von den modernen neuen Gebäuden unterscheiden.

Auf dem Weg zum Gipfel kamen wir  auch der Befestigungsanlage Castillo de la Mota vorbei. Neben den alten Gemäuern erinnern auch ein paar verrostete Kanonen an die militärische Bedeutung der Bergfestung.
Am Gipfel des Monte Urgull trohnt auf einer Kapelle eine fast 13 Meter hohe Jesusstatue. Durch ein kleines Museum und eine steile Treppe hinauf führt der Weg zur Aussichtsplattform. Der Blick ist Belohnung genug!

Für den Abstieg wählten wir einen anderen Weg auf der nördlichen Seite des Berges. Hier liegt auch Soldatenfriedhof für britische Gefallene während der Napoleonischen Kriege. Die Grabsteine sind verwittert und teils mit Moos bewachsen. Trotzdem konnten wir bei manchen noch die Inschriften entziffern.
Wenige Meter weiter unten klatschen die hohen Wellen des Atlantiks an die schroffen Felsen der Küste. Der Weg führt immer weiter am Berg entlang bergab und endet an der Küstenstraße. Hier bogen wir nach links ab und spazierten zurück Richtung Hafen.

La Playa de Zurriola, San Sebastian

Die Atlantikküste ist bei Surfern sehr beliebt. Und auch in San Sebastian werden sie nicht enttäuscht. Die Playa de Zurriola, westlich vom Fluss Urumea, bietet ideale Bedingungen für Wellenreiter. Gleich hinter den Häusern der Stadt erstreckt sich die feinsandige Bucht. Zahlreiche Surflehrer tummeln sich mit ihren Schützlingen nahe des Ufers im Weißwasser. Weiter draußen zeigen die erfahrenen Surfer ihr Können in den größeren grünen Wellen. Wer nicht surft, kann zumindest den anderen bei Ihren Versuchen zusehen.

Aquarium Donostia – San Sebastian

Auch wenn das Wetter nicht mitspielt, hat San Sebastian eine Menge zu bieten: zum Beispiel das Aquarium am Hafen. Hier informieren vorab zwei Austellungen mit Modellbauten über die Geschichte der Schifffahrt und des Wahlfangs. Mich hat aber vor allem das Aquarium begeistert. In zahlreichen kleineren und größeren Aquarien kann man hier verschiedensten Fischarten, Quallen, Seesterne, Anemonen, Seepferdchen, Muränen und andere Meeresbewohner bewundern. Das Highlight ist allerdings das große Aquarium mit dem Besuchertunnel. Hier kommt man den Schildkörten, Haifischen, Seeschlangen und anderen Tieren ganz nahe. Ich muss zugeben, ich war davor noch nie in einem Aquarium und habe mir wie ein Kind vor Begeisterung die Nase an der Scheibe plattgedrückt. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Das Aquarium hat jeden Tag ab 10:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 13 Euro für Erwachsene.

 

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4 Comments

  • Kuno

    1. August 2016 at 17:13

    Wieder einmal ein super schöner Bericht! Den Tipp mit dem Monte Urgell finde ich gut und die Fotos von der Concha-Bucht sind fantastisch! Du hast echt ein Händchen für tolle Bilder 😉

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    • Sandra_Ohse

      1. August 2016 at 22:30

      Hallo liebe Franzi,
      ja die Stadt ist einfach traumhaft! Aber das ganze Baskenland ist großartig! Bilbao kann ich auch nur empfehlen und auch das Hinterland ist total schön! Dazu kommen in den nächsten Wochen noch mindestens zwei weitere Artikel :).
      Liebe Grüße, Sandra

      Antworten

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