Tuk Tuks in Bangkok

One Day in Bangkok

Drei Wochen gehen so schnell vorbei! Viel zu schnell! Der letzte Stopp unserer Thailand-Reise war Bangkok. Wir hatten bei unserem ersten Besuch noch nicht mehr als die Khao San Road zu Gesicht bekommen und deshalb einen weiteren Tag am Ende der Reise eingeplant. Leider war unser Hotel das wir von unserem ersten Besuch kannten, das Here Hostel (bereits im Artikel: Welcome to Bangkok beschrieben) bereits ausgebucht. Wir fanden dann aber eine sehr schöne Alternative: Das Once in Bangkok Guesthouse ist ebenfalls zu Fuß von der Khao San Road erreichbar und liegt in einer ruhigen Nebenstraße. Auch sowohl das Zimmer als auch das Gemeinschaftsbald absolut sauber.Einen Transfer zum Flughafen konnten wir hier direkt an der Rezeption organisieren.

Demokratiedenkmal

Demokratiedenkmal

Unseren letzten Reisetag verbrachten wir mit einem großen Spaziergang durch die Stadt. So ging es vom Hotel zur Khao San Road, zum Demokratie Monument und zur Tempelanlage des Wat Thepthidaram. Hier befindet sich hinter den Tempelmauern ein Markt auf welchem Händler religiöse Attribute wie Statuen, Armulette und Gebetsketten verkaufen. Ich fand den Markt wunderschön und bis auf uns waren fast keine anderen Touristen hier unterwegs.

China Town

Anschließend spazierten wir nach China Town und schlenderten über den riesigen Markt. Hier entdeckten wir neben diversen bunten Lebensmitteln, Plastikspielzeug, elektronischen Geräten, billiger Kleidung und Accesoires die Quelle der Thailandarmbändchen.

Wir hatten über den gesamten Zeitraum der Reise immer wieder an verschiedenen Ständen Armbändchen für uns selbst oder als Mitbringsel für Freunde gekauft und erwartet, dass alle eine unterschiedliche Herkunft haben. In China Town in den zahlreichen “Bändchenläden” wurden wir eines besseren belehrt: Hier hingen all die Armbänder, die wir in der gesamten Zeit gekauft hatte: und zwar im 10er-Pack für einen Bruchteil des Kaufpreises. Hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer ;).

Flower Market

Anschließend bestiegen wir eine der vielen Fähren und machten uns auf den Weg zum bekannten Flower Market. Der Auflug hierher hat sich wirklich gelohnt. Noch nie hatte ich so viele wunderschöne farbenfrohe Blumen auf einem Haufen gesehen!

Flower Market

Flower Market

Indisches Viertel

Auch einen Besuch im indischen Viertel und im Sikh-Tempel kann ich nur jedem ans Herz legen. Weder ich noch Katha hatten schon einmal eine Gebetsstätte dieser Religion besucht. Den Gurudwara Sri Guru Singh Sabha können sowohl Männer als auch Frauen t besuchen. Die Schuhe müssen vor der Tür ausgezogen werden. Wir haben beim Besuch außerdem extra eine lange Hose angezogen und einen Schal um die Schultern gelegt. Ob dies zwingend notwendig ist, kann ich nicht sagen. Wichtig ist jedoch, dass der Kopf im Inneren des Tempels bedeckt ist. Die männlichen Sikh-Gläubigen tragen meist einen Turban. Für Frauen liegen am Eingang gelbe Stofftücher bereit.

Sikh Tempel

In den Hauptgebetsraum im achten Stock gings dann ziemlich modern mit dem Aufzug. Oben angekommen, waren wir beide etwas überfordert. Vor uns erstreckte sich ein riesiger Raum, ausgelegt mit dicken Teppichen. In der Mitte stand geschmückter Schrein, überspannt mit einem samtenen Baldachin. Sonst war der Saal eher spartanisch eingerichtet. Wir traten ein und wussten nicht, wie wir uns verhalten sollten. Das fiel wohl auch dem Sikh-Priester auf, der sich ebenfalls in dem Raum aufhielt. Er begrüßte uns sehr freundlich, erklärte uns, dass in dem Schrein die heilige Schrift des Gurus und Begründers der Religion liegt. Anschließend schenkte er uns beiden jeweils eine dicke große Teigkugel. Wir waren uns erstmal nicht sicher, was wir genau mit ihr anfangen sollten. Ich fragte also sicherheitshalber nach, um nicht in Fettnäpfchen zu treten. Da lachte der Sikh und meinte: “Nooooo, you should just eat it!”. Und ich muss sagen, es war sehr lecker :). Die Kugel war durchtränkt mit einem süßen Sirup und erinnerte mich  sehr an Baklava.

Holi-Festival

Frisch gestärkt wollten wir nun den indischen Markt in den kleinen Nebenstraßen erkunden. Dies wurde uns dann schnell zum Verhängnis. Bereits kurz nachdem wir in die erste Nebenstraße eingebogen ware, kamen uns einige Männer entgegen, die von Kopf bis Fuß mit buntem Pulver beschmiert waren. Eine Biegung weiter, rannte eine große Gruppe erwachsener Männer quietschend und vor Freude laut lachend wild durcheinander. Jeder hatte eine kleine Tüte mit einer anderen Farbe bunten Pulvers in der Hand, mit dem sie sich fleißig bewarfen. Als sie uns sahen, schrien sie “Happy Holi” und beschmierten uns innerhalb von Sekunden von Kopf bis Fuß mit Farbe.Wir waren aus Versehen zufällig genau am Tag des indischen Farbenfests “Holi” in Bangkok ins indische Viertel gelaufen! Nach einem kurzen Schreck fanden wir das ziemlich witzig und freuten uns, weil wir einfach wirklich wunderschön bunt waren. Einer der Männer war kurz etwas aufdringlich, wurde aber ganz schnell von einem anderen zurückgepfiffen. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt bedroht gefühlt. Ein Besuch des Viertels an diesem Tag lohnt sich! Das Datum varriert von Jahr zu Jahr, bewegt sich aber immer Ende März.

Holi Fest im indischen Viertel

Holi Fest im indischen Viertel

Kao San Road

Bunt wie wir nun waren, mussten wir erst mal durch die komplette Innenstadt zu unserem Hotel. Von allen Seiten wurden wir angesprochen. Viele Inder, die wir auf unserem Weg trafen freuten sich mit uns und riefen “Happy Holi”. Die Thailänder waren einfach nur schockiert! Sie fragten uns ganz besorgt, was uns schreckliches passiert wäre, ob wir einen Unfall gehabt hätten und ob wir uns nicht waschen wollten. Auch viele Touristen sprachen und an und wollten wissen, was wir erlebt hatten. Die meisten vermuteten, dass wir auf einer Art Fullmoon-Party gewesen wären, von der sie nichts wussten. Es war ein unvergesslicher und toller letzter Tag in Thailand! Bis zum nächsten Mal!

 

 

 

 

 

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