Brooklyn Bridge

New York: Brooklyn und Liberty Island

In den letzten zwei Jahren verbrachte ich insgesamt vier Monate in Berkeley, Kalifornien. Ich arbeitete dort freiberuflich als Journalistin und besuchte außerdem meinen Freund, der für ein Jahr an der Universität Berkeley studierte. Zum Glück sind Innlandsflüge in den Staaten  unschlagbar günstig, so konnten wir auch einen Abstecher an die Ostküste unternehmen. Unser Ziel: New York! Anfang März ging es früh morgens im sonnig warmen San Francisco los. Rund sechs Stunden später landeten wir im eisig kalten und verschneiten New York am JFK-Airport. Mit der Airtrain ging es in den Stadt und anschließend weiter mit der U-Bahn zu unserer Unterkunft, dem Hotel 17.

Hotel 17

Das verhältnismäßig günstige Hotel liegt mitten im East Village in einer etwas ruhigeren Seitenstraße. Zur nächsten Subway-Station, der 3rd Ave, sind es zu Fuß nur ungefähr 7 Minuten. Außerdem findet man in Laufnähe zahlreiche Geschäfte, Restaurants und diverse Bars. Ich fand die Lage unserer Unterkunft wirklich super! Auch an der Sauberkeit des Zimmers hatte ich nichts auszusetzen. Zwar fühlten wir uns durch die etwas altertümliche Einrichtung mit den dunklen Holzmöbeln, den Tapeten, den schweren Teppichen und den Mustern der Bettüberwürfe in ein anderes Jahrhundert zurückversetzt, aber dennoch hat das Hotel 17 durchaus seinen Charme. Die Gemeinschaftsbäder hätten allerdings etwas sauberer sein können! Größtes Problem war die Heizung: Diese war zentral geregelt und heizte unser Zimmer auf 35 Grad! Auch nach zwei Techniker-Besuchen ließ sich das Problem nicht beheben. So mussten wir mit Stoßlüften und Klimaanlage die Raumtemperatur herunterregeln! Ein klarer Minuspunkt im Winter!

Schlösser an der Brookly Bridge

Schlösser an der Brookly Bridge

Brooklyn

Am Tag nach unserer Ankunft trafen wir uns mit einem guten Freund aus München, der ebenfalls gerade einige Tage in New York verbrachte. Mit ihm gingen wir zuerst in Williamsburg in einem der zahlreichen Bagel-Läden frühstücken. Daraus entstand sogar eine kurze Tradition: So aß ich wirklich jeden Morgen während unseres New-York-Aufenthalts morgens einen Bagel. Für einen Städteurlaub ist das aber wirklich das perfekte Frühstück! Die Bagel sind  ziemlich massiv und dick bestrichen, so hat man genug Energie für ausgedehnte Erkundungstouren :D! Und die Auswahl an Bagel-Sorten und Toppings ist riesengroß! Ich muss aber zugeben, dass ich fast jedes Mal den gleichen Belag gewählt habe. Ich liebe einfach die Frischkäse-Frühlingszwiebel-Variante :D! Nach dem Essen unternahmen wir einen langen Spaziergang durch Brooklyn: Zuerst liefen wir parallel zum East River durch das hippe Williamsburg mit seinen zahlreichen Second-Hand-Läden, Hipster-Cafés und -Läden.Vom Flußufer hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Skyline Manhattans!

Nach einiger Zeit änderte sich das Stadtbild komplett. Wir waren im Jüdischen Viertel angekommen: Hier lebt die größte jüdische Community außerhalb Israels weltweit. Orthodoxe Juden mit Schläfenlocken, Kippas oder großen Fellmützen schlenderten hier die Straßen entlang. Kinder tummelten sich um die gelben Schulbusse mit hebräischen Schriftzügen an den Seiten und überall herschte geschäftiges Treiben zwischen den zahlreichen Geschäften und Restaurants. Touristen sahen wir keine.

Jüdisches Viertel in Brooklyn

Jüdisches Viertel in Brooklyn

Anschließend überquerten wir den East River über die bekannte Brooklyn Bridge. Richtig genießen konnten wir die Aussicht bei etwa minus 10 Grad leider nicht. Wie kleine Nadelstiche piekste uns der eiskalte Wind ins Gesicht und ließ sogar die Nasenflügel beim Atmen zusammenfrieren. Wenn ich das nächste Mal nach New York fahre, dann mit Sicherheit im Sommer! Trotzdem hat mir die alte stählernde Hängebrücke mit den Holzplanken sehr gut gefallen. Nicht zuletzt wegen des tollen Ausblicks auf Manhattan mit den vielen riesigen Hochhäusern, die sich in den Himmel strecken! Allerdings ist Vorsicht geboten! Die New Yorker nutzen die Brücke auch als Radweg und sind von den zahlreichen Touristen verständlicherweise ziemlich genervt! So mussten wir einige Male ziemlich schnell zur Seite springen, um nicht angefahren zu werden.

Liberty Island

Angekommen in Manhattan, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Battery Park an der Südspitze der Halbinsel, um von dort die Fähre zur Freiheitsstatue zu nehmen. Die Sicherheitskontrollen für die Fähre sind vergleichbar mit denen an Flughäfen. Pro Person kostet der Eintritt etwa 25 Dollar. Die etwa 20-minütige Fahrt lohnte sich aber wirklich. So hatten wir einen wunderschöner Blick auf die Freiheitsstatue und die Skyline Manhattans. Die Statue selbst konnten wir leider nur von unten besichtigen. Um in die Krone hinaufzusteigen muss man sich Monate im voraus anmelden. Außerdem sind die Eintrittspreise nicht gerade günstig! Aber auch bei einem Spaziergang auf Liberty Island und von der Fähre aus, kann man die Freiheitsstatue gut bewundern. Ein Ausflug hierher gehört bei zu einem New-York-Tripp einfach dazu!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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