Transportation Hub, New York

New York: Best of Manhattan

Abgesehen von ein paar Ausflügen nach Brooklyn und Harlem, haben wir die meiste Zeit unseres New-York-Aufenhalts in Manhattan verbracht. Denn hier gibt es wirklich immens viel zu entdecken: Immerhin erstreckt sich der Bezirk über eine Gesamtfläche von fast 90 km² und bietet mehr als 1,6 Millionen Menschen ein Zuhause.

Der Süden

World Trade Center

World Trade Center

Im Süden der Halbinsel besichtigten wir die Börse in der Wallstreet. Das Gebäude erinnert etwas an einen antiken griechischen Tempel. Gleich nebenan ist die bronzene Statue eines wütenden Bullen platziert, der sogenannte Charging Bull, der für den aggressiven finanziellen Erfolg der Wallstreet steht. Betreten durfte man das Gebäude nicht. Nach einem kleinen Spaziergang Richtung Norden an der Greenwich Street entlang, erreichten wir das 9/11 Memorial. Wo früher die zwei Wokenkratzer des World Trade Centers in die Höhe ragten, sind nun zwei quadratische Becken in den Boden eingelassen. Hier stürzen Wasserfälle rund neun Meter in die Tiefe.Die Namen der Opfer der Terroranschläge sind in den Kupferrändern vermerkt, welche die Bassins umspannen.Direkt nebenan befindet das WTC-Transportation Hub. Das Gebäude erinnert ein wenig an ein Dinosaurier-Skelett und erlaubt seit der Fertigstellung Anfang des Jahres den Umstieg zwischen verschiedenen wichtigen U-Bahnlinen. Während unseres Besuchs befand sich der Transportation Hub allerdings noch im Bau. Nicht weit entfernt steht das neue World Trade Center. Der riesige blauschimmernde Turm aus Glas ist mit einer Höhe von 541,3 Metern eines der höchsten Gebäude der Welt.

Chinatown und East Village

Auch ein Besuch in Chinatown lohnt sich. Dieses liegt nördlich der Brooklyn Bridge. Neben zahlreichen Geschäften mit günstigen Souvenirs, bietet das Viertel diverse chinesische Restaurants und Garküchen. Hier haben wir des öfteren wirklich sehr günstig und gut Nudelsuppen und Dumplings gegessen, wenn wir müde vom vielen Herumlaufen in der Stadt waren.
Wer auf der Suche nach hippen New-Yorker-Boutiquen sowie angesagten Cafés und Bars ist, sollte einen Abstecher ins East Village machen. Während unseres Urlaubs haben wir hier die meisten Abende verbracht. Zwar vermittelt das Viertel einen eher jugendlichen und alternativen Flair, allerdings ist hier aber alles andere als günstig.

Grand Central Station

Mitten in Manhattan, wo die 42nd Street die Park Avenenue kreuzt, liegt die Grand Central Station. Hier kommen tagtäglich die überfüllten Züge aus den umliegenden Vorstädten an und spucken massenhaft Pendler an die Bahnsteige. Auch zahlreiche U-Bahnlinien halten hier. Die riesige prunkvolle Haupthalle aus massivem Stein wird von zahlreichen Kronleuchtern in ein warmes Licht getaucht. Die tiefblaue Kuppeldecke ist mit diverse Sternenbilder verziert.

Wahrscheinlich kennen die meisten die Grand Central Station aus zahlreichen Filmen. Hier finden meist unglaublich tragische Abschiedszenen statt, in denen sich die Darsteller dramatisch das letzte Mal in die Arme schließen, nur um dann in einen Zug zu steigen und auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden. Aber auch ohne gefühlsduselige Geschichte wirkt das Szenario stimmungsvoll und wie aus einer anderen Zeit. So habe ich fast darauf gewartet, dass eine Dampflokomotive an einem der Gleise hält, und eine Frau im 50er-Jahre-Kleid mit Petticoat, rotem Kussmund und in Wasserwellen gelegten Haare aussteigt, nur um sich einem flotten Matrosen in Uniform an den Hals zu werfen… Natürlich ist nichts dergleichen passiert. Ich wurde lediglich ziemlich kritisch von einem Fahrkartenverkäufer gemustert, weil ich gar so grenzdebil und träumerisch vor mich hinstarrte :D.

Time Square

Reklametafeln am Time Square

Reklametafeln am Time Square

Natürlich haben wir auch dem berühmten Time Square einen Besucht abgestattet. Hier wird der amerikanische Traum Wirklichkeit. Der Platz ist von zahleichen Wolkenzkratzern eingerahmt, die von oben bis unten mit leuchtenden Reklameschildern und flimmernden Bildschirmen tapeziert sind. H&M, Nike, Levis, Adidas, Mc Donalds und viele mehr: Die Flaggship-Stores der großen Mode- und Fastfood-Ketten sind hier alle vertreten. Wer Geld hat, kann hier alles kaufen! Und wer es nicht hat, der darf eben nur zusehen. Prominent auf dem Platz, gekennzeichnet mit einer leuchtenden Stars-and-Stripes-Fahne, steht das Rekrutierungsbüro der US-Army. Gerade eher unterpriviligierten Amerikanern verspricht das Militär die Chance auf ein besseres Leben. Und wo kann dieser Wunsch präsenter sein, als inmitten des Konsumzirkusses rund um den Time Square? Hauptsächlich besuchen aber Touristen diesen Platz, füllen zahlreiche große Tüten mit Markenkleidung, schießen Selfies von sich und versuchen einen Überblick über das leuchtende und glitzernde Kunterbunt zu erlangen.

Central Park

Fernab des Trubels des belebten Time Squares, geht die Welt einen langsameren Gang. Der Central Park ist die grüne Lunge Manhattans und erstreckt sich über fast 350 Hektar. Kleine Wege schlängeln sich über Hügel und Brücken, zwischen Bäumen hindurch, an Bächen, kleinen Seen, Springbrunnen und diversen Statuen berühmter Persönlichkeiten vorbei. Zahlreiche Jogger, Spaziergänger und Radfahrer sind hier unterwegs. Auch die eine oder andere Pferdekutsche überholte uns auf unseren Spaziergängen.

Wem die riesige Parkanlage als Attraktion nicht reicht, der findet am südlichen Ende einen großen Zoo und etwa auf halber Strecke Richtung Norden am östlichen Rand des Parks das Metropolitan Museum of Art. Wir haben insgesamt einen Tag in dem riesigen Museum verbracht und uns sowohl eine Ausstellung mit japanischer Kunst sowie eine alte Waffen- und Rüstungssammlung angesehen. Ich fand es wirklich sehr beeindruckend und absolut empfehlenswert! Bei meinem nächsten Besuch werde ich sicher noch mal dort vorbeischauen, immerhin habe ich nur einen Bruchteil der Ausstellungsstücke gesehen.

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