Im Krankenhaus

Krank nach Thailandreise

Bereits vor dem Thailand-Urlaub machte ich mir Gedanken darüber, wie ich verhindern kann, dass ich unterwegs krank werde. Viele meiner Freunde, die schon mal durch Asien gereist sind, hatten Probleme mit dem Magen. Auf die Idee, dass es mich auch nach dem Urlaub erwischen könnte, kam ich aber nicht!

Zu Beginn des Urlaubs versuchte ich noch, alle gut gemeinten Ratschläge zu beherzigen, um mir möglichst keinen Virus einzufangen. Ich verzichtete gänzlich auf Shakes mit Eiswürfeln, aß keinen Salat und vor allem kein Fleisch an Straßenstände. Zugegeben, mit der Zeit wurde ich auch etwas nachlässig und hatte irgendwie das Gefühl unverwundbar zu sein :P. Dieses Gefühl schob ich darauf, dass ich gegen Cholera geimpft bin, und diese Impfung angeblich auch gegen andere Durchfallerkankungen hilft. So nervte ich nicht jedes Mal die Verkäufer mit meinen Ohne-Eis-Sonderwünschen und gönnte mir den einen oder anderen Salat, einfach weil ich auf frisches Essen nicht komplett verzichten kann und will!

Es hat mich erwischt!

Soweit so gut! Der Urlaub ging vorbei und alles war immer noch super! Ich fühlte mich gesund und erholt. Bereits einen Tag nach meiner Ankunft in Deutschland ging es dann aber los: Es fing mit Übelkeit an und mit der Zeit kamen dann schreckliche Magenkrämpfe und hohes Fieber dazu. Nach einem Tag hielt ich es fast nicht mehr aus und machte mich an einem Sonntag auf den Weg zu einer Bereitsschaftspraxis in meiner Nähe. Zum Glück begleitete mich eine Freundin. Auf dem Weg von der Tramstation zur Praxis ging dann gar nichts mehr. Ich musste mich übergeben, wir wurde fast schwarz vor Augen und ich hatte furchtbare Krämpfe. Für meinen Zusammenbruch hatte ich mir mit dem Hauptbahnhof auch wirklich einen der schönsten Plätze Münchens ausgesucht… Ich konnte auch nicht mehr aufstehen und die letzten Meter bis zum Arzt gehen. So musste meine Freundin einen Rettungswagen rufen.

Abstecher ins Krankenhaus

Die Rettungsassistenten wussten dann auch nicht so recht, was sie mit mir machen sollten und fuhren mich erstmal in die Notaufnahme. Hier legte man mir  einen Zugang in den Arm und ließ fröhlich ein Buscopan (gegen die Krämpfe) in mich hineinlaufen. Nach einiger Zeit wurden die Schmerzen wesentlich erträglicher. Eine junge Ärztin untersuchte mich dann ziemlich lange, machte einen Malaria-Test, einen Ultraschall und tastete meinen Bauch ab. Sie war sich am Ende ziemlich sicher, eine Blinddarmentzündung erkannt zu haben und organisierte einen Krankentransport in die Chirurgie. Mir wurde ganz anders, und ich sah mich schon tagelang im Krankenhaus rumliegen. Auf der Chirurgie kam dann ein anderer Arzt, der mich wieder ausführlich untersuchte. Eine Blinddarmentzündung konnte er ausschließen, aber auch er wusste nicht, was das Problem sein könnte. So wurde ich gegen 23 Uhr abends einfach nach Hause geschickt, mit dem Rat, mich am nächsten Tag beim Tropeninstitut vorzustellen.Um das Ganze nun abzukürzen: Nach zwei Besuchen beim Tropenarzt inklusive diverser Blutentnahmen und anderen Tests wusste ich endlich, was ich hatte: Einen für Thailand ganz typischen Virusereger, und weil das ja noch nicht reicht, eine saftige Niereninfektion. Mit Antibiotika und einer Woche Bettruhe war ich dann zum Glück wieder auf dem Damm! Im Nachhinein bin ich einfach nur froh, dass das Ganze in Deutschland und nicht in Thailand passiert ist!

Wenn ich mir überlege, was ich jetzt anders machen würde, muss ich trotzdem zugeben: Nichts! Ende des Jahres geht es nach Vietnam und ich hoffe, dass ich dieses Mal Glück habe und gesund nach Hause komme :D.

 

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