Grand Canyon

Etappe 4: Grand Canyon

Nachdem wir Las Vegas hinter uns gelassen hatten, fuhren wir mehrere Stunden durch trockene und menschenverlassene Wüstenlandschaften: vorbei an kargen Bergen, Kakteen und dem einen oder anderen Trailerpark mitten in der Einöde. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto mehr veränderte sich die Landschaft. Aus Wüste wurde dichter Nadelwald, aus steiniger Ebene mit einzelnen schroffen Berge wurden sanft geschwungene Hügel mit Steppengras.

Grand Canyon

Wir hatten den kleinen Ort Flaggstaff als Ausgangspunkt für unseren Grand-Canyon-Ausflug gewählt, da er nur etwa eine Fahrtstunde entfernt vom Grand Canyon National Park liegt. Um möglichst viel vom bekannten Grabens zu sehen,  brachen wir früh am Morgen auf. Am Eingang zum Nationalpark mussten wir satte 30 $ Eintritt bezahlen. Allerdings hat sich der Eintrittspreis absolut gelohnt! Bei wunderschönem Wetter genoßen wir einen atemberaubenden Blick über den Grand Canyon. Bizzare Steinformationen, zerklüftete Felsen, die unterschiedlich gefärbten Schichten und der aus der Ferne blitzende Colorado River, der sich über Jahrtausende seinen Weg in die Erde gegraben hat. Mich hat der Grand Canyon mehr als beeindruckt!

Leider hatten wir zu wenig Zeit, um die volle Schönheit dieses Naturschauspiels zu betrachten. Ich würde allen empfehlen, die hierher kommen, mehrere Tage für den Besuch einzuplanen. So ist dann auch die eine oder andere Wanderung durch die wunderschöne Landschaft des Grand Canyons möglich!

Auf dem Rückweg zum Hotel, kamen wir erstmal nicht weit. Bereits von weitem sahen wir die dicken Rauchschwaden am Horizont. Als wir näher kamen, erkannten wir, was den Qualm verursachte. Das Waldstück etwa 500 Meter vor uns brannte lichterloh! Während wir noch diskutierten, ob wir besser umkehren sollten, stoppte uns auch schon die Highway Patrol. Mit zahlreichen anderen Autofahrern warteten wir etwa eine halbe Stunde, bis die Feuerwehr die Lage weitgehend unter Kontrolle gebracht hatte. Für mich war das Erlebnis ziemlich verstörend, hatte ich doch erst Wochen zuvor eine ziemlich gruselige Erfahrung mit Feuer gemacht: Doch dazu ein andermal mehr.

Grand Canyon National Park

Grand Canyon National Park

Meteor Crater

Bevor wir die Rückreise nach San Francisco antraten, legten wir einen weiteren Stopp in Arizona ein. Den sogenannten Meteor Crater erreichten wir nach einer etwa zweistündigen Fahrt. Natürlich konnten wir auch hier nicht einfach zum Krater spazieren. So mussten wir erst mal 18 Dollar Eintritt zahlen, uns anschließend durch ein vollgestopftes Souvenir-Geschäft schlängeln. Da hatte ich eigentlich schon gar keine Lust mehr!

Der Meteor Crater selbst hat einen Durchmesser von etwa 1200 Metern und ist ungefähr 180 Meter tief. Die Entstehung liegt 50.000 Jahre zurück. Soweit so gut… Auf den ersten Blick ist die Größe des Einschlaglochs auch wirklich beeindruckend. Ich muss aber wirklich zugeben, dass mir der unverschämte Eintrittspreis den Besuch vermiest hat! Immerhin ist es einfach nur ein Krater, der weder gepflegt werden muss, noch von Menschenhand ausgegraben wurde! 5 $ Eintritt hätten da schon auch gereicht… Leider habe ich an wirklich vielen Orten in den USA diese Erfahrung gemacht. So kostet eigentlich fast alles Geld, was irgendwie schön ist.

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