Terrasse mit Meerblick

Surfcamp in Portugal: Ein schlechter Start

Pünktlich zum Herbstanfang mit dunklen Tagen und Schmuddelwetter habe ich Anfang Oktober das einzig Vernünftige gemacht und bin mit einer Freundin noch mal vor dem Winter in den Süden geflogen. Unser Ziel: das Point View Surf-Haus an der Westalgarve in Portugal.

Wenn du meinen Reiseplanungsartikel zu dem Surftrip gelesen hast, weißt du, dass es schon bei der Buchung einige Probleme gab. So war das Surfhostel, in dem wir eigentlich unsere Ferien verbringen wollten, zu dieser Zeit komplett ausgebucht, und die Suche nach einer neuen Unterkunft gestaltete sich alles andere als einfach. Zum Glück erhielten wir dann doch noch etwa zwei Monate vor unserer Abreise ein E-Mail-Angebot vom Point-View-Surf-Haus in Arrifana.

Haben wir jetzt gebucht??

Leider waren die Planungsschwierigkeiten trotzdem nicht vorbei. So sollten wir innerhalb von zwei Tagen für die verbindliche Reservierung des Zimmers 100 Euro überweisen. Ob pro Person oder für uns beide zusammen, ging aus der E-Mail nicht hervor. Auf meine schriftliche Nachfrage erhielten wir keine Antwort. So rief ich am dritten Tag im Büro des Surfcamps an und erkundigte mich: Wir sollten zusammen insgesamt 100 Euro anzahlen. Um die Buchung nun endlich abzuschließen, überwiesen wir sofort das Geld und warteten anschließend wieder vergeblich auf eine Reaktion in Form einer Buchungsbestätigung oder Ähnlichem. Auch auf eine weitere E-Mail-Nachfrage erhielten wir keinerlei Antwort. So rief ich kurz vor unserem Abflug ein weiteres Mal an, um nachzufragen, ob sie unsere Ankunft auf dem Schirm hätten und ob sie uns an der Bushaltestelle in Aljezur abholen könnten. Der Chef des Surfcamps fragte nicht mal nach unseren Namen, sondern versicherte mir sofort, dass alles klar ginge.

Verplante Ankunft und viel Aufregung

Am ersten Oktober gings dann endlich los. Mit Transavia flogen wir von München nach Lissabon. Nach einer recht kurzen Nacht ging es morgens um halb sechs dann schon wieder weiter zur Rede-Express-Busstation in der Nähe des Zoos und von dort mit einem bequemen klimatisierten Reisebus Richtung Süden. Nach einer etwa vierstündigen Fahrt hatten wir unser Ziel endlich erreicht.

Und tatsächlich wurden wir abgeholt (Ich muss gestehen, ich hab nicht wirklich dran geglaubt). Wir dachten natürlich, dass es jetzt zum Surfcamp geht… falsch gedacht. Denn jetzt wurden wir erst mal informiert, dass sie unsere Buchung doch total verpeilt hatten und dass es für uns kein Zimmer im Surfcamp gäbe. Stattdessen sollten wir in einem kleinen Haus zusammen mit einem jungen Pärchen wohnen, das noch am gleichen Abend ankommen würde. Wir waren natürlich total begeistert…nicht. Als wir unser Zuhause für die kommende Woche dann jedoch sahen, waren wir beide etwas bestänftigt. Ein kleines weißes Haus mit wunderschöner Terasse mit Hängematte und Meerblick, einer großen Küche, einem Wohnzimmer und zwei Schlafzimmern warteten auf uns. Aber es kam schon der nächste Haken. Es gab nur einen Schlüssel, und den sollten wir uns mit unserem zukünftigen Mitbewohnern teilen. So sollten wir ihn in unserer Abwesenheit immer auf dem Fensterbrett für unsere Mitbewohner hinterlegen…

Der wunderschöne Sandstrand entschädigte uns für den Ärger, und wir verbrachten den ganzen Nachmittag am Meer. Es war wirklich herrlich. Als wir dann gegen Abend zurück zum Haus kamen, war die Tür zu und der Schlüssel weg. Offensichtlich waren in der Zwischenzeit unsere Mitbewohner angekommen und hatten ihn mitgenommen. Nach eineinhalb Stunden Wartezeit, zahlreichen SMS mit der Chefin und einigen Anrufen, trafen die Neuankömmlinge dann ein. Auch sie hatten den Nachmittag am Meer verbracht und waren sehr erstaunt, uns ziemlich genervt vor der Tür vorzufinden. Denn natürlich hatte sie niemand darüber informiert, dass es nur einen Schlüssel gab. Soweit so verplant…

Schlüsselprobleme: Klappe die Zweite

Am Abend unternahmen wir einen kleinen Spaziergang zum nahegelegenen Surfhaus um die anderen Bewohner kennenzulernen, einen Neoprenanzug für mich auszuleihen und vor allem herauszufinden, wann der Surfkurs am nächsten Tag beginnen sollte. Erst mal trafen wir aber nur ein anderes Paar im Wohnzimmer des Hostels an, das seit Stunden vollkommen entnervt auf einen Mitarbeiter wartete. Auch sie waren bei der Buchung vergessen worden. Dementsprechend war die Stimmung im Surfcamp eher etwas angespannt.

Auch in unserem neuen Zuhause war sie nicht unbedingt besser. Unsere Mitbewohner machten gleich zwei schlechte Erfahrungen mit dem etwas maroden Ferienhaus. So sperrten sie sich zuerst im Badezimmer mit einem falschen Schlüssel ein und mussten sich mit einer Nagelfeile befreien. Kurz danach kamen sie  nicht mehr aus ihrem Schlafzimmer heraus, da sich die alte Tür total mit dem Rahmen verkantet hatte. Oben drauf ließ sich das Fenster im Bad nicht öffnen und das versprochene WLAN-Netzwerk war schlichtweg nicht vorhanden. Nach einem vollkommen entnervten Anruf beim Besitzer wurden die beiden am nächsten Tag anderweitig untergebracht und wir hatten das Haus für den Rest der Woche für uns allein. Den schlechten Eindruck konnten die Betreiber allerdings nicht wieder gut machen. Doch dazu im nächsten Beitrag mehr…

 

2 Comments

    • Sandra_Ohse

      7. Dezember 2016 at 13:33

      Hey Patrick,

      ja ich muss leider sagen, dass das ganze ganz schön nervig war… Die Besitzer des Surfcamps könnten auf jeden Fall ein bisschen mehr Liebe in das Camp stecken und sich besser um die Gäste kümmern. Der Surfunterricht, die Umgebung und der Strand waren aber wirklich toll. Davon berichte ich dann im nächsten Artikel. Ich drücke dir die Daumen, dass du mehr Glück mit deiner Unterkunft hast!

      Viele Grüße,
      Sandra

      Antworten

Schreibe einen Kommentar